top of page
Suche
  • Herwig Schlögl

PANDEMIE - EINE TO-DO-LISTE FÜR ELTERN & ALLEINERZIEHER*INNEN (auch mit Vorerkrankungen)




Eine Pandemie verändert uns Menschen, unsere Gefühle, unser Denken, unser Verhalten, unsere Tagesabläufe, und und und...

Seitens der Politik waren/sind Maßnahmen geschaffen worden, die die Menschheit zuvor nicht für möglich gehalten hätte...

JA, das Leben mit Corona fühlt sich anders an...dieses ANDERS kann vieles sein...


...es kann Hilflosigkeit sein...

...oder Angst...

...Trauer...

...aber auch Wut...

...oder Verzweiflung...

...Sorgen um sich...

...und seine Familie...

...Existentielle Themen...

...plötzliches Sterben...

...und und und...



Wichtig ist dabei, auch zu wissen, dass dieses ANDERS fühlen und leben aufgrund der Pandemie ein völlig normales Verhalten ist...jedoch sollte dieser Zustand zeitlich begrenzt sein und keinen chronischen Verlauf annehmen.




TO - DO - LISTE


WAS können Eltern/Alleinerzieher*inne für sich planen, damit das Leben mit der Pandemie weniger belastend wird?


✔ Bleiben Sie trotz Veränderungen, ausgelöst durch die Pandemie, Ihren Ritualen treu (z.B. mit Freund*innen vernetzen, Spaziergänge, Buch lesen, usw.)... die sind Ihnen vertraut und geben Sicherheit.


✔ Schaffen Sie mit Ihren Kindern Vereinbarungen, an denen sie sich halten sollen...(z.B. ich bin von-bis für dich/euch da und dann klären wir das in Ruhe). Damit sind Sie, auch in Zeiten von Home-Office besser abgegrenzt (unbedingt die Wichtigkeit den Kindern erklären, nehmen Sie sich dafür genügend Zeit, es lohnt sich:-)

Schließen Sie Ihre Kinder bei den neuen Entscheidungsfindungen/Vereinbarungen unbedingt mit ein, es sollte eine "WIR-VEREINBARUG" getroffen werden und gerne auch schriftlich mit Unterschrift.

Kinder und Jugendliche benötigen klare Regeln, das gibt ihnen Halt.



WIE kann ich mich vorbereiten, wenn ich als Elternteil/Alleinerzieher*in bereits chronisch erkrankt bin?


Menschen mit chronischen Erkrankungen leiden besonders unter der Pandemie. Hinzu kommt häufig, dass durch die Vorerkrankung auch psychische Leiden/Störungen folgen.


✔ Ein erster wichtiger Schritt könnte sein, eine Selbsthilfe-Gruppe zu suchen. Hier kann das Internet eine große Hilfe sein. Menschen, mit dem selben Krankheitsbild können sich austauschen und wertvolle Tipps weitergeben.


Entspannungsmusik und Entspannungsübungen (finden Sie ausreichend im Internet) können kurzfristig eine Besserung erzielen. Hier möchte ich Ihnen empfehlen, auch wenn es nicht gleich zu Beginn klappt, probieren Sie es öfters, seien Sie mit sich geduldig und finden Sie für sich das Richtige.


Vermeiden Sie übermäßigen Konsum von Drogen, Studien haben belegt, dass der positive Effekt, wenn überhaupt nur sehr kurz anhält und Sie von den Substanzen sehr schnell in eine Abhängigkeit rutschen können.


✔ Bauen Sie in Ihren Alltag Spaziergänge an der frischen Luft ein, welches Sie auf natürlichem Wege den Kopf frei bekommen lässt. Oft haben Betroffene, die an chronischen Schmerzen leiden, beschrieben, dass das Schmerzempfinden nach einem Spaziergang als weniger stark empfunden wurde.



✔ Erklären Sie Ihren Kindern, dass Sie Auszeiten benötigen, um Ihre Kräfte zu behalten. Argumentieren Sie bei Ihren Kindern "kindgerecht" und liebevoll. Nicht alle Eltern, bzw. Alleinerzieher*innen haben Großeltern, die einspringen könnten, deshalb sind diese Auszeiten für Ihre psychische Gesundheit besonders wichtig.



Basteln Sie mit Ihren Kindern - z.B. eine "Zeit-Torte"- und beschriften Sie zusammen die einzelnen "Tortenstücke" mit Zeitangaben und Wunsch des Kindes (z.B. 30min - Mama ganz alleine für mich; 45min - Papa Radfahren). Verschenken Sie diese "Tortenstücke" Ihren Kindern. Sie werden erstaunt sein, wie sehr Ihr Kind es genießt, Ihre Aufmerksamkeit ganz alleine zu haben.



✔ Seien Sie vorbereitet - im Falle, dass Sie wegen Ihrer Vorerkrankung ins Krankenhaus müssen - erstellen Sie einen Notfallplan. Besprechen Sie bereits im Vorfeld mit Ihren Kindern und Betroffenen, wie es ablaufen wird, wenn Sie ins Krankenhaus müssten. Schreiben Sie alle wichtigen Dinge auf und übergeben Sie es den Betreuungspersonen Ihrer Kinder. Solche Vorbereitungen mögen bei der Erstellung eines Notfallplans oft eine psychische Belastung darstellen, jedoch ist es im Ernstfall eine große Erleichterung. Sie können auch das Szenario mit Ihren Kindern öfters besprechen, dann wird das Thema vertrauter und Ihre Kinder empfinden es nicht mehr so schlimm.


Sehr gerne stehe ich, als Klinischer & Gesundheitspsychologe für professionelle gesundheitspsychologische Beratung - auch bei Fragen rund um das Thema Covid-19 Pandemie - zur Verfügung.










52 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comentários


bottom of page