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  • Herwig Schlögl

"WINTERBLUES - WINTERDEPRESSION" - TIPPS VOM PSYCHOLOGEN!

Aktualisiert: 1. Nov. 2021


....draußen wird ist es viel früher dunkel...dazu noch die Kälte...das kann schnell auf das Gemüt schlagen!

Mit diesem Problem sind Sie nicht alleine, in unseren Breiten klagt jede fünfte Person, dass ihr Wohlbefinden in der dunklen Jahreszeit, mitunter sehr darunter leidet.

Diese niedergeschlagene Stimmung in der kalten Jahreszeit, wird umgangssprachlich oft "Winterblues" genannt. Dabei handelt es sich wissenschaftlich um eine saisonal abhängige Depression (SAD) . Mitunter ist in den Wintermonaten der erhöhte Lichtmangel (Sonnenstunden kürzer & schwächer) daran beteiligt, dass Menschen, gerade jene, die ohnehin schon unter dem Jahr mit Symptomen zu kämpfen haben, verständlicherweise in der kalten, nassen und dunklen Jahreszeit extrem davon betroffen sind.


Mögliche Beschwerden können sein:

  • Müdigkeit

  • Antriebslosigkeit

  • Morgentief

  • öfter unzufrieden (auch in der Partnerschaft)

  • Sozialkontakte werden weniger gepflegt

  • weniger körperliche Betätigungen

  • und und und...

Ihnen sind diese Begriffe nicht fremd...? Sie könnten fast schon ein Lied davon singen...?

...dann lesen Sie unbedingt weiter...gleich finden Sie professionelle Antworten!

Ich werde Ihnen wertvolle Tipps skizzieren, die mit wenig Aufwand eine große Hilfe sein können.


  1. Machen Sie täglich Bewegung...

Sie möchten sich am Liebsten in Ihrer Decke verkriechen, wenn es draußen kalt, nass und matschig ist/wird...dazu noch eine ganze Menge ungesundes Essen? Natürlich darf man das hin und wieder tun, jedoch sollte es nicht permanent, jeden Tag so ablaufen. Keine Bewegung und ungesundes Essen ist eine besonders schlechte Kombination und trägt wesentlich dazu bei, dass wir Menschen uns müde, träge und natürlich auch demotiviert fühlen, etwas in Angriff zu nehmen. Aber wie kann ich mich denn motivieren? Das Gehirn muss "ausgetrickst" werden...Sie tragen Termine in Ihrem Kalender/Handy ein.

Zum Beispiel: MO, von 18:00 - 19:00 Spaziergang - oder nach der Arbeit fahre ich nicht mit den Öffis, sondern gehe ich bewusst zu Fuß nach Hause. Es wird Ihnen spürbar gut tun, wenn Sie neben Ihrer Bewegung noch den Kopf frei bekommen.


2. Essen Sie täglich Obst & Gemüse und legen Sie keinen "Winterspeck" an...


Das was gekauft wird, wird gegessen! Kaufen Sie bewusst Obst & Gemüse anstelle von Lebensmitteln, die sich an Ihre Hüfte anlegen. Es gibt unzählige Rezepte im Internet. Tauschen Sie sich mit Freund*innen aus. Falls Sie Kinder haben, seien Sie ein gutes Vorbild und dekorieren Sie das Gemüse "kindgerecht" (Gesichter, Smileys, etc.). Lassen Sie ihr Kind unbedingt mitgestalten, denn was ich selbst gemacht habe, esse ich auch viel lieber.


3. Arbeiten Sie in Ihren Räumlichkeiten mit Licht...


Gerade in der dunklen Jahreszeit benötigen wir ein helles, warmes Licht. Platzieren Sie eine Stehlampe, sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre. Für Kinder sollte unbedingt ein gutes Licht am Schreibtisch stehen, bei unzureichendem Licht ermüden Kinder besonders schnell und werden unkonzentriert. Ein gutes Licht kann die Stimmung deutlich heben, probieren Sie es aus.


4. Sozialkontakte pflegen...


Bleiben Sie mit Freund*innen unbedingt in Kontakt, egal ob Sie sich zu einem Kaffee treffen oder miteinander telefonieren. Sozialkontakte sind wichtig und können vom Alltag ablenken. Oftmals sind die "belanglosen" Gespräche die nettesten und der Kopf muss sich auch nicht anstrengen.

TIPP: Tragen Sie im Kalender bewusst Termine ein, um sich mit Ihren Freund*innen zu vernetzen.


5. Vermeiden Sie "in den Tag hineinleben"...


Sie haben Urlaub oder es steht ein verlängertes Wochenende am Plan, sehr schön! Hier kann es hilfreich sein, die freien Tage bereits im Vorfeld zu strukturieren.


Vorschlag:

  • Freitag: gemeinsamer Spaziergang (Familie)

Kinobesuch mit Freund*innen

  • Samstag: Basteln mit Kind*ern (beim Einkaufen und Auswählen die Kinder unbedingt einbeziehen).

Körperliche Betätigung (Kinder lieben es sich zu bewegen)

  • Sonntag: gemeinsam ein Essen zubereiten (Kinder schnipseln sehr gerne) und gemeinsam am Tisch das selbstgemachte Essen genießen.

Sonntagsrunde - führen Sie gemeinsame "Tischrunden" ein und besprechen

Sie wichtige Themen, die unter der Woche vielleicht zu kurz gekommen sind.

Jedes Familienmitglied sollte genügend Zeit und Raum haben, seine

Themen erzählen zu können.


6. Physisch und psychisch auffällige Symptome wahrnehmen und darauf reagieren...


Sie fühlen sich schon längere Zeit niedergeschlagen und müde...ständig gehen Ihnen Gedanken durch den Kopf, die negativ auf Sie wirken...

Lassen Sie sich durch diese Gedanken nicht aus der Ruhe bringen (es sind NUR Gedanken und keine Realität), vielmehr sollen diese Gedanken an Ihnen "vorbeiziehen" unter dem Motto:


...ich bestimme selbst, was ich mache...ich bin der Herr über mich...ich gestalte mein Leben...ich entscheide...


Seien Sie nicht beunruhigt, wenn es Ihnen nicht gleich zu Beginn gut gelingt, mit etwas Übung und Geduld werden Sie erfolgreich sein!


7. Bringen Sie Farben/Düfte in Ihren Wohnbereich...


Ein farbenfroher Blumenstrauß am Tisch, oder eine bunte, kuschelige Decke auf dem Sofa...setzen Sie "Farbtupfer".

Duftkerzen/ätherische Öle wirken auch stimmungsaufheiternd und sorgen für eine angenehme Atmosphäre...arbeiten Sie mit allen Sinnen.


Natürlich sind oben genannte TIPPS lediglich eine Empfehlung und können die Symptome lindern...

Bei länger andauernden Symptomen (mehr als 2 Wochen), sollten Sie unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.


Wenn Sie sich angesprochen fühlen, stehe ich,

als Klinischer- und Gesundheitspsychologe, sehr gerne zur Verfügung.


Klinisch-psychologische Behandlung ist wissenschaftlich erwiesen und hilft!


Ihr Psychologe

Herwig Schlögl














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